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Hybridbusse - Omnibusse mit Hybridantrieb

Hybridbusse besitzen zwei Antriebssysteme und gehören zu den Hybridelektrofahrzeugen. Sie besitzen Elektromotoren, ein Stromspeichersystem, einen Dieselmotor und einen elektrischen Generator zur Stromerzeugung. Der Dieselmotor dient dazu, den Bus dauerhaft mit Strom zu versorgen. Der gelieferte Strom fließt dann zum Einen in die Elektromotoren und zum Anderen in den Stromspeicher. Während die Elektromotoren den Antrieb der Achsen gewährleisten, tritt der Stromspeicher in Aktion, wenn, wie zum Beispiel beim Anfahren des Busses, Energiespitzen entstehen. So hilft das Hybridsystem nicht nur bei der Reduzierung des Schadstoffausstoßes, sondern es kann auch den Kraftstoffverbrauch merklich reduzieren, weil keine hohen Drehzahlen angestrebt werden und die Bremsenergie über die Elektromotoren wie ein Generator an den Stromspeicher zurückzuleiten.
Ein Hybridbus benötigt allerdings mehr technische Ausrüstung, was weniger Platz für Fahrgäste bietet. Der Stromspeicher auf dem Dach ist ein Schwergewicht und macht eine stabilere Dachkonstruktion nötig.
Die ersten Hybridbusse kommen bereits in diversen Verkehrsunternehmen verschiedener Städte zum Einsatz, so beispielsweise in Bochum, Leipzig und in Dresden, wo jeweils ein Modell des Solaris Urbino 18 Hybrid verkehrt. Auch die Hamburger Hochbahn setzt seit diesem Jahr erste Hybridbusse ein und auch in München fahren ein Solaris-Bus und ein Lion's City Hybrid von MAN. In Stuttgart fährt man mit 3 Hybridbussen von Mercedes Benz und wird demnächst noch zwei weitere dieser Busse in die Flotte aufnehmen.

Der Diesel-Hybridbus ist aber im Grunde nur eine Übergangslösung. Es wird darauf hingearbeitet, einen Weg zu einem Wasserstoff-Hybridbus mit Brennstoffzelle zu ebnen. Dabei legen sich die Fahrzeughersteller noch nicht gänzlich fest, welche Richtung letztlich eingeschlagen wird und entwickeln ihre Busses in alle Richtungen, so dass wahlweise Diesel, Erdgas oder auch Wasserstoff Verwendung findet. SCANIA entwickelt auch Konzepte mit Ethanol.
Der Bus von MAN in München arbeitet mit einer Brennstoffzelle von Siemens mit 120 kW elektrischer Energie. Zwei Asynchronmotoren sind über ein Summiergetriebe mechanische untereinander verbunden. So wird die Hinterachse ohne Schaltgetriebe angetrieben. Der Gleichstrom kommt von der Brennstoffzelle mit Hilfe eines Umtrichters, der Leistungsregelung der Motoren gilt und durch den der Antrieb den nötigen Wechselstrom bezieht. Aus den Druckbehältern auf dem Dach, in denen der Wasserstoff in komprimierter Form gespeichert wird, wird die Brennstoffzelle gespeist. 9 dieser Behälter ermöglichen eine Reichweite von mehr als 250 km.

Momentan sind die Anschaffungskosten für Busse auf Wasserstoffbasis noch viel zu hoch, um sie in größerer Zahl im Nahverkehr einsetzen zu können. Hybridantriebe lassen momentan die Fahrzeuge aller Arten mit Verbrennungsmotoren um ca. 30 % teurer werden. Dennoch wird der wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotor alsbald in die Serienproduktion einsteigen. In einem europäischen Projekt mit Namen Hyfleet kommen in Berlin 4 Busse mit Saug- und 10 Busse mit Turbomotor in den Betrieb. Insgesamt sind bei diesem Projekt 36 Fahrzeuge der EVOBUS Gruppe von Daimler Citaro im Einsatz. Hier hat jeder Bus einen Wert von ca. 1,25 Millionen Euro.
Momentan gewinnt man den nötigen Wasserstoff durch Elektrolyse und Dampfreformation, bei denen grüner Strom oder fossile Energieträger Verwendung finden. Auf Dauer läuft aber alles eher darauf hinaus, dass Energiepflanzen der Erzeugung des Wasserstoffes in Biogasanlagen dienen, die einen integrierten Dampfreformer besitzen. Dies ist eine preisgünstige Herstellungsmethode und verspricht durchaus großen Erfolg. Dafür müsste die Energiewirtschaft sich auf den Wasserstoff als sekundären Energieträger einstellen. Der Wasserstoff könnte dann durch Erdgasleitungen geleitet werden und so zu einem noch auszubauenden Tankstellennetz gelangen.

 

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   Oberleitungsbus

   Erdgasbus

   Elektrobus

 

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